Pfadfinder
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Moosburg (sj) – Durch den Wald stapfen und alten Damen über die Straße helfen, das ist so allgemein das Bild, das man sich von Pfadfindern. Ein Bild, das nicht ganz falsch, aber auch sehr unvollständig ist. Gemeinsam etwas unternehmen und auch gutes tun ist sicher etwas was mit den Pfadfindern untrennbar verknüpft ist.

Vielfach finden die Aktivitäten der Moosburger Gruppe tatsächlich auch im Freien statt. Aber es ist eben nicht nur die Wanderung durch den Wald sondern auch mal ein Ausflug zum Schlittenfahren oder mit dem Schlauchboot. Und es ist durchaus auch interessant im Wald nach Spuren von Tieren zu suchen, einen Gipsabdruck zu nehmen und dann zu identifizieren um wrelchen Waldbewohner es sich tatsächlich gehandelt hat. Aber es geht nicht nur um Natur pur, sondern man trifft sich genauso mal zu einem Spieleabend.

Auch das mit der Kluft ist so eine Sache. Klar gibt es Anlässe, da ist es Pflicht, die Uniform zu tragen, wie bei Fahnenweihen und ähnlichen hochoffiziellen Feiern, gerade aber bei Unternehmungen in der Gruppe bleiben die meisten, dann doch lieber in Zivil. Das mag aber auch von Altersstufe zu Altersstufe unterschiedlich sein.

Bei den Pfadfindern beginnt man nämlich als Wölfling (7 bis 10 Jahre), wird dann erst Jungpfadfinder (11 bis 13 Jahre, Pfadfinder (13 bis 15 Jahre) und dann Rover (ab 16 Jahre).

Rover sein bedeutet vor allem auch Verantwortung zu tragen, beispielsweise als Gruppenleiter bei den jüngeren einzuspringen. Dass die Eigenen Veranstaltungen selbst organisiert werden, ist ohnehin Ehrensache, aber auch bei einem Zeltlager wird selbstverständlich überall dort eingesprungen, wo man gebraucht wird. Engagement, Kompromissbereitschaft, Teamfähigkeit, Motivation und unendlich viel Geduld sind gefragt. Dann heißt es nicht nur „jeden Tag eine gute Tat“, sondern „Allzeit Bereit“. Dass das trotzdem alles viel Spass macht, versteht sich ebenfalls von selbst. Überhaupt ist das Lagerleben natürlich das Highlight im Pfadfinderleben. Bei den Zelten handelt es sich nämlich nicht um irgendwelche Modelle aus dem Campingfachhandel sondern um sogenannte „Jurten“. Die Große Schwarze Zelte die aus einzelnen Planen bestehen sind nicht ganz einfach aufzustellen. Es soll aber auch schon Nicht-Pfadfindern gelungen sein.

Die Pfadfinder sind eine internationale Gemeinschaft, die in 153 Ländern vertreten ist. Dementsprechend gibt es auch internationale Begegnungen und wenn man im Ausland auf irgendwelche Pfadfinder trifft, dann ist man stets gerngesehen.

Unterstützt werden die Pfadfinder von der katholischen Gemeinde. Sie stellt beispielsweise den Versammlungsraum zur Verfügung. Dementsprechend revanchieren sich die Pfadfinder wieder indem sie Ostereier färben oder die Kinderbetreuung beim Pfarrfest übernehmen. Zu den Prinzipien der Pfadfinderei gehört der Glaube an Gott. Aber egal welcher Religion man angehört, man kann Pfadfinder sein. So gibt es auch eine evangelische Konkurrenz. Und in anderen Ländern gibt es eben auch buddhistische Pfadfinder.

Im Freisinger Landkreis exisitieren Pfadfindergruppen in Freising, Moosburg und Hallbergmoos.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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