Tagebuch April

Alte Tagebücher

1. April
Ausstellung der Hobbykünstler. Meine Bilder kommen relativ gut an. Der Verkauf hält sich jedoch in Grenzen. Aber es sieht danach aus, als würde ich vielleicht den einen oder anderen Auftrag bekommen. Die Befürchtung, dass einige Werke zu "erotisch" für die Moosburger "Provinz" wären, bestätigt sich nicht.
2. April
Zweiter Tag der Ausstellung. Es gibt weitere interessante Gespräche, aber irgendwie bin ich froh, wenn es vorbei ist.
3. April
Das Geschäft um den Papst geht weiter. Ich darf etwas über die neue Papstedition schreiben.

Auch das noch:
Der Papst kommt. Und mit dem Papst kommt auch der Kommerz. www.papstinfreising.de beschäftigt sich mit der Stippvisite des heiligen Vaters. Vor allem beschäftigt sich die Seite freilich mit der Vermarktung des obersten Oberhauptes aller Katholiken. Kaffetassen, Bierkrüge und Teller. Alles ist mit dem Konterfei des Papstes und dem Freisinger Mariendom im Hintergeund erhältlich. Das erfreuliche: Es handelt ich um einen Unternehmer aus dem Landkreis der auf die findige Idee kam. Ob es da wohl Nachahmer gibt? Wir waren schon auf die Papstbreze, den Papstkaffe und den Freisinger Ablaßbrief. Aber zunächst einmal ist ja WM. Vielleicht lassen sich beide Events auch kombinieren. Der Papstfußball könnte eine Marktlücke füllen.


Zur Erinnerung. Ich hab das Foto für den Krug selbst gemacht. Schizophren?

Ach ja und da haben wir ja noch den Schröder, Putin, Westerwelle Skandal. Ich konnte mal wieder nicht anders als einen Leserbrief schreiben.

Sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion. Ich weiß jetzt nicht ob ich das richtig verstanden habe. Westerwelle darf nicht mehr behaupten Schröder hätte einen Auftrag an Gazprom gegeben, weil das falsch ist. Richtig ist Schröder hat eine Bürgschaft an Gazprom gegeben. Dass heist das ist auch nicht richtig. Sondern nur Schröders Regierung hat die Bürgschaft gegeben und dass hinterrücks ohne ihren Chef zu informieren. Ist das richtig so? Ich weiß jetzt auch nicht ob ich mich für Herrn Westerwelle feuen soll. Immerhin hat er ja nur einen Maulkorb bekommen weil er Schröder und Gazprom kritisiert hat. Ich glaube der Herr Michail Chodorkowski schmort immer noch in einem russischen Knast weil er sich mit Schröders Freund Putin und der Gazprom angelegt hat.

Ausserdem Jahreshauptversammlung der Feuerwehr in Thalhausen. Die Vereine dort wollen jetzt an einem Strang ziehen und gemeinsam ein großes Fest organisieren, statt dass jeder nur ein kleines Festchen für sich macht.
4. April
Bürgerversammlung in Gammelsdorf. Das Schwimmbad schreibt Defizite. Also sollen die Eintrittspreise erhöhht werden. Ich ahne die Folgen. Es werden noch weniger Leute kommen und das Deffizit wird noch größer. Der Freibad besuch in Moosbur wäre bei den neuen Preisen günstiger. Und in Moosburg istr mehr geboten: Rutsche, Sprungturm, Beachvolleyballfeld. Wer will da noch in Gammelsdorf baden. Klar kann man nicht jedes Deffizit den Bürger auflasten. Aber entweder man sorgt mit einem attraktiveren Programm für mehr Gäste und weniger Deffizit oder man schließt gleich das Schwimmbad.

Jemand der hier nicht mehr genannt werden will ist aus der Partei ausgetreten, weil ich zusammen mit den vier verschiedenen Jugendorganisationen aller Parteien eine Veranstaltung zum Thema Rechtsextremismus gemacht habe. Der betreffende hatte aber schon immer recht merkwürdige Ansichten.
5. April
In Moosburg musste eine Tankstelle zumachen, weil Stadt und Landkreis einfach jede mögliche Zukunftsentwicklung verhindert haben. Leserbriefschreiben wird anscheinend zu einer neuen Leidenschaft von mir.
Betreff: Leserbrief zu "Das Ende einer 50-jährigen Tradition".
Das wirklich schlimme an dem Ende der Tankstelle ist, dass es kein Einzelfall ist. Immer wieder glauben Gemeinderäte und Beamte der verschiedensten Ämter sie müssten dem Unternehmer bis auf das Haarkleinste genau vorschreiben, wie er sein Geschäft zu führen habe. Wie groß es sein muss, welche Palette an Dienstleistungen er anzubieten hat und wo er überhaupt sein Geschäft zu eröffnen hat. Von einem Unternehmer werden derartige Regelungen nicht nur als völlige unakzeptable Gängelung empfunden. Diese bevormundung macht das Führen eines Geschäftsbetriebes sogar bisweilen unmöglich. Wer ein Geschäft betreibt ist, anders als Staat, Gemeinden und Behörden darauf angewiesen nur soviel Geld auszugeben, wie man einnimmt. Im Falle der Tankstelle bedeutet das eben einen attraktiven Standplatz, den man sich nicht mit einem Mitbewerber teilen muss und auch ein gewisses Zusatzgeschäft. Allein vom Benzinverkauf kann heute keine Tanke leben. Wenn man einem Unternehmer verwehrt wirtschaftlich arbeiten zu können, dann wird er schließlich seinen Betrieb schließen. Bei Mittelständlern ist es natürlich besonders bedauerlich, da diese im Gegensatz zu Großkonzernen oft in nicht unerheblicher Weise zum Steueraufkommen der Gemeinden beitragen. Dass der Mittelstand die meisten Arbeits- und Ausbildungsplätze zur Verfügung stellt, sei nur mal so nebenbei bemerkt. Das Verhalten des Moosburger Stadtrates und der Behörden ist daher völlig unverständlich Es ist endlich an der Zeit das Stadträte, Abgeordnete und Beamte endlich einmal begreifen, dass man Unternehmern nicht möglichst viele Knüppel zwischen die Beine werfen soll, sondern dass man diese nach Kräften unterstützen muss. Die Unternehmer sind es letztlich, die die Wirtschaft am Laufen halten.
6. April
Gerichtstag.
1. Fall: Pack die Cola in den Tank. Um sich zu rächen, hat eine Blondine ihrer Konkurentin etwas von der klebrigen Flüssigkeit in den Tank geschüttet.
2. Fall: Rauchen gefährdet ihre Freiheit. Für den Diebstahl einer Packung Zigaretten muss ein Sozialhilfeempfänger einen Monat hinter Gitter. Das Vorstrafenregister ist ellenlang.
3. Fall: Rechte Szene Gammelsdorf: Der Spruch "Wenn mal andere Leute an der Macht sind, dann würden sie ganz woanders sitzen." bringt einen Neonzai zar nicht an den Ort den er da wohl gemeint hat, aber er muss dafür über 2000 Euro zahlen
7. April
Treffen der Dorfgemeinschaft Aiterbach. Einige würden hier germne eine ganz besondere Form des Subsidaritätsprinzip durchführen und selbst die Straßen eigenhändig pflastern. Danach gehts zur Party nach Glonn.
8. April
Jahreshauptversammlung der Krieger in Thalhausen und Parties in Nandlstadt sowie im Jazzclub Hirsch.
11. April
Vortrag in Dachau.
13. April
Gespräch mit einem FDP-Interessenten aus Wang. Das eigentliche Interesse ist zwar nichgt so groß. Aber in Wang wäre die FDP besonders nötig. Der Bürgermeister scheint einen etwas eigenartigen Politikstil gemäß dem Motto: "In meinem Dorf bin ich König" zu führen. So schenkte er einigen Anwohnern offensichtlich Erschließungsgebühren. Dafür wurde er später gerügt und die Anwohner mussten natürlich doch zahlen. Der "Böse" ist natürlich bei vielen nicht der Bürgermeister, sondern der, der den Skandal ins Laufen brachte. Dabei wird wohl übersehen, dass das Geschenk, dass da der Bürgermeister gemacht hat, letztlich zu Lasten aller anderen Gemeindebürger ging. Die Prokopfverschuldung ist exorbitant. Mittlerweile müssen auch bestimmte Leistungen gekürzt werden.
15. April
Wir werden eine Sitzung des Ortsverbandes in Wang machen, um dort auch über die entsprechenden Probleme zu diskutieren.
16. April
Theater in Wolfersdorf. Disco in Bruckberg und Thann
18. März
Mein Foto hat es beim Mensafotowettbewerb uner die ersten 30 geschafft.
19. April
Langssam häufen sich die Besuche in Thalham. Diesmal Interviewe ich einen Bundeswherreservisten. Er arbeitet im Verbindungskommando Freising. Damit ist er im Katastrophenfall zuständig für eine Koordinierung der zivilen und militärischen Kräfte.
20. April
Stammtisch der FDP in Wang. Wir haben recht viele Beobachter. Es geht jedoch nicht nur um die Situation der Gemeinde Wang. Wir wollen auch für Moosburg einen Aktionsplan bis zur nächsten Kommunalwahl aufstellen.
21. April
Partyberichterstattung aus Moosinning und Sünzhausen.
22. April
Endlich Zeit mal den Grill anzuwerfen. Am Abend geht es dann aber doch nach Freising zu einem Konzert in den Asamsaal
23. April
Reportage über Ministranten: Sonntag früh aufstehen für Jesus
Das Thema Bildung bleibt weiter ein heißes Eisen. Leserbrief an die Süddeutsche Zeitung:

Landrat Manfred Pointner ist nur zuzustimmen, wenn er feststellt, dass die Förderschule nicht der geeignete Ort für Migrantenkinder mit mangelnden Sprachkenntnissen ist. Dennoch, dass Problem muss in irgendeiner Form angegangen. Wenn mehrere Kinder in der 1. Klasse überhaupt nicht oder nur mangelnd deutsch sprechen können, dann leidet der Unterricht ganz erheblich darunter. Vor allem besteht die Gefahr, dass die betroffenen Schüler komplett abgehängt werden. Klar: Ohne Sprachkenntnisse kann man auch dem Unterricht nicht folgen. Das forciert die Entstehung von Parallelesellschaften. Die Einrichtung von eigenen Sprachlernklassen an der Regelschule, die bereits möglich ist und auch praktiziert wird, kann daher durchaus sinnvoll sein. Wesentlich sinnvoller ist es freilich bereits im Kindergarten mit der Beseitigung von sprachlichen Defiziten zu beginnen. Auch das wird n einigen Kindergärten im Landkreis angeboten, sollte aber noch ausgebaut werden. Sinnvoll wäre es daher auch, das letzte Kindergartenjahr verpflichtend und somit auch kostenfrei zu machen. Derartige Maßnahmen sind natürlich nicht für umsonst zu haben. Aber: Gute Bildung kostet, schlächte noch fiel meer.
24. April
Die nächste FDP Ortsversammlung ist am 31. Mai. Diesmal wollen wir uns über den Neu- oder Umbau des Eissportstadions informieren.
25. April
Abflug nach Thailand
26. April
Ankunft in Bangkok Gleich am ersten Tag die große Shopping Tour gestartet und mich mit neuen Klamotten eingedeckt. Fast alles an einem Tag erledigt. Fons Tante war das erstemal "fertig" bei Shopping mit einem Mann. Ausserdem habe ich Goi getroffen.
27. April
Es geht gleich weiter nach Putong. Dort angekommen gibt es aber eher so etwas wie einen Ruhetag.
28. April
Fons Bruder, dass heißt vor allem seine Frau will ein Restaurant aufmachen. Wir bauen das Zelt auf, dass ich mitgebracht habe. Eine Jurte in Thailand. Ausserdem wird ein Pizzaofen hergestellt.
29. April
Endlich kommt auch Uncle Harry. Mit ihm wollen wir zu einem Flüchtlingslager der Karen fahren.
30. April
Es geht los nach Sangkanaburi. Und wir wissen auch wie man zu dem Lager kommt. Allerdings ist irgendwann Schluss. Das thailändische Militär lässt uns nicht weiterfahren. Völlig umsonst war es allerdings nicht. Wir treffen eine Frau, die für eine humanitäre Einrichtung arbeitet. Und wir besuchen ein Karendorf. Das scheint eine Art Modellprojekt zu sein. Die Thailändische Regierung hat dort mehrere Karenfamilien angesiedelt. Es wird gerade eine große Schule gebaut. Die Lage in den Lagern soll bei weitem schlechter sein. Aber ich habe bei diesem Besuch keine Chance dass nachzuprüfen. Aber ich habe hoffentlich die notwendigen Connection für das nächste Mal.
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