| Tagebuch Juni | |
| 1. Juni 2005 | |
| Fahrt zum Tegernsee. Treffen mit meinem Vater. Gemeinsames Abendessen. | |
| 2. Juni 2005 | |
| Bergtour auf den Wallberg. Ratanawadee will anfangs nur von Mama getragen werden. Die hat jedoch schon genug damit zu tun, selbst nach oben zu kommen. Viel Gezeter und Geschrei. Schließlich entschließt sich unsere kleine Prinzessin. selbst zu laufen. Lediglich wenn es zu steil wird, will sie getragen werden. | |
| 3. Juni 2005 | |
| Ein Tag im Schwimmbad - Am Abend Jahreshauptversammlung des FDP-Ortsverbandes Wolnzach und meine Vorstellung als möglicher Kandidat für die Bundestagswahl. | |
| 4. Juni 2005 | |
| Discotour nach Grafing. Leider war die Party schon am Vormittag. Dafür fand in Ebersberg eine Art Rockdisco statt. Anschließend ins Crazy in Taufkirchen | |
| 5. Juni 2005 | |
| "Es sind auch andere Szenarien denkbar" - Eine nette euphemistische Umschreibung um Ex-Nazis, speziell Ex-Neonazis zu misstrauen. Ex-Neonazi zu sein ist schlimmer als Ex-Nazi zu sein. Als Ex-Nazi kann man leicht sagen, man war nur ein Mitläufer, man hat die eigenen Familie beschützt- Als Ex-Neonazi hat man sich zu einem System bekannt, zu einem Zeitpunkt als dies nur Nachteile bracht. Der Schwur auf Hitler, Das Reich, den Nationalsozialismus war wohl zu Zeiten des Reiches für viele nur Lippenbekenntnis, zumindest konnte man es sich das später einreden. Aber wie die wir nach dem Kriege auf Volk, Führer, Vaterland geschworen haben, wir haben keine Entschuldigung. Außer vielleicht, dass wir jung und dumm waren. "Wer auf unsere Fahnen schwört, der wird nie mehr ganz frei sein." Es steckt viel, viel Wahrheit in diesem Spruch. Wir waren bereit für unsere Ideen und Ideale zu kämpfen. Sie mögen falsch gewesen sein, aber wir waren bereit dafür nicht nur zu kämpfen, wir waren sogar bereit dafür zu sterben. - Wer will das mit uns teilen? Wer kann wirklich teilhaftig sein daran, geglaubt zu haben, dass es Dinge gibt, die weit über das eigene Individuum hinausgehen, Ideale die so bedeutend sind, dass man bereit ist sein Leben dafür wegzuwerfen? Ich glaube mittlerweile an den Individualismus. Das jeder Mensch in seiner Eigenschaft, in seinen Eigenheiten so wertvoll, so einzigartig, so bewahrenswert ist. Wenn ein Mann nicht bereit ist für seine Idee mit dem Leben einzustehen, dann taugt entweder der Mann oder die Idee nichts., die Idee des Individualismus der persönlichen Freiheit, die Idee, dass der Mensch nur vor Gott und sich selbst verantwortlich ist, scheint dem diametral entgegengesetzt zu sein. Denn entweder ich erkenne das Individuum und seine Rechte als oberstes Gut an oder eben nicht. Eine Selbstopferung scheint dem dann genau zu widersprechen. Und doch scheint mit dieser scheinbare Widerspruch nur ein dialektischer zu sein, deren Auflösung zu einer größeren Kenntnis der übergeordneten Beziehungen erscheint. Eine Wahrnehmung die mir zwar emotionell so richtig erscheint, logisch aber nur schwer begründbar erscheint. Und doch scheint uns Gott oder für die Atheisten, die Natur selbiges zu lehren. Wo Darwin, das Überleben des Fittesten postuliert, beweist sich letztlich oft der als am Fittesten, der am Altruistischsten handelt. Ist dies die Folge einer schiefen Entropologie oder doch ein Fingerzeig Gottes? Her, gib, dass ich deine Werke verstehe. | |
| 7. Juni 2005 | |
| Interview mit neuer Richterin am Amtsgericht. Abends: Bericht über JHV der CSU in Nandlstadt. Hauptreferent Erich Irlstorfer geht besonders auf das Projekt 18 und Guido Westerwelle ein. Ob es da irgendeinen Zusammenhang mit Anwesenden gibt? | |
| 8. Juni 2005 | |
| Spaziergang mit unserer kleinen Prinzessin. Unterhaltung über die Fortschritte beim Hausbau in Thailand. Ich will einen Steinfußoden. Fon will das wir vor dem Haus einen Teich anlegen. Das Grundstück gehört uns nicht, aber die Besitzerin - Eine Verwandte - wäre einverstanden. Trotzdem ich bin nicht so ganz glücklich damit. | |
| 9. Juni 2005 | |
| Kreisvorstandssitzung in Neufahrn. | |
| 10. Juni 2005 | |
| Benefizkonzert in Marchenbach. Es ist nass,
es ist kalt, aber es ist für eine gute Sache. Kein Tag, für T-Shirts.
Trotzdem irgendwie hat es Spass gemacht.
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| 11. Juni 2005 | |
| Partybericht. Dolce Vita spielt im Bierzelt. Das müsste nicht unbedingt auf der Jugendseite stehen. Auch im Anschluss kann man feststellen, dass manche Ü30-Party eher eine Ü-50 Party ist. Egal. Hauptsache es wird gefeiert. | |
| 12. Juni 2005 | |
| Parteitag der Bayernpartei in Gammelsdorf. Ich bin als Journalist mit dabei. Ich sehe durchaus inhaltliche Anknüpfungspunkte. Was den Bayernparteiler der Freistaat ist, ist uns die Subsidarität. Außerdem sind einige vernünftige Leute dabei. (einige unvernünftige auch). Gerade bei Bundestagswahlen stehen sie aber leider auf verlorenem Posten. Es bleibt die Hoffnung, im nächsten Kommunalwahlkampf an einem Strang zu ziehen. Damit könnte man wirklich zu einer politischen Größe werden. Zeit mal wieder für die 18. (18 Gemeinde, Kreis und Stadträte) | |
| 13. Juni 2005 | |
| Bibelkreis: Thema die Kreuzigung Jesus. Ich finde die Parallelen zu Moses und der Einführung des Passa-Festes höchst interessant. Damit zeigt sich auch wie wichtig es ist, dass jemand dabei ist, der sich in derartigen theologischen Zusammenhängen auch auskennt. Die neue Pfarrerin ist leider noch nicht aufgetaucht. | |
| 15. Juni 2005 | |
| bericht über die Gründung einer
ADHS-Selbsthilfegruppe. ich neige weiterhin dazu, ADHS nicht als
Krankheit sondern lediglich als genetisch andere Ausstattung mit Vor-
und Nachteilen zu sehen.
"Zappelphilipp" ist die wohl einfachste und anschaulichste Beschreibung von ADHS. Die Kinder leiden unter Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörung, starkem Bewegungsdrang (Hyperaktivität) und impulsiven und unüberlegtem Handeln. Vor allem in der Schule, wenn Stillsitzen und aufmerksames Folgen des Unterrichtes verlangt sind, haben die betroffenen Kinder Schwierigkeit. Oft wirken sie störend auf ihre Umgebung ein. Trotz verschiedenartigster Sichtweisen wird die primäre Ursache im genetischen Bereich vermutet. Diese führt zu einem andersartig aufgebauten Neurotransmitterstoffwechsels. Obwohl allgemein als Krankheit diagnostiziert, gibt es auch die Sichtweise, dass Hyperaktivität schlichtweg eine andersartige genetische Ausstattung mit Vor- und Nachteilen ist. Bei vielen berühmten Persönlichkeiten der Weltgeschichte wie Ludwig van Beethoven, Winston Spencer Churchill, Walt Disney, Thomas Edison, Albert Einstein, Benjamin Franklin, John F. Kennedy, Theodore Roosevelt, Jules Verne und die Gebrüder Wright wird eine ADHS-„Erkrankung“ vermutet. |
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| 16. Juni 2005 | |
| Ausserordentliche Hauptversammlung der FDP-Freising. Nach langem hin- und her steht es nun fest. Demokratische Abstimmung: Die FDP schickt einen Kandidaten ins Rennen. Aufstellungsversammlung ist dann am 20. Juli. | |
| 17. Juni 2005 | |
| Partyfotografie in Neufahrn und Inkofen. | |
| 18. Juni 2005 | |
| Partyfotografie in St. Wolfgang und Ismaning. | |
| 21. Juni 2005 | |
| Bericht über den Ausbildungsberuf Zimmerer und Dachdecker. | |
| 22. Juni 2005 | |
| FDP-Kreisjahreshauptversammlung in Freising. Noch einmal gibt es ein paar Diskussionen über die OB-Kandidatur. | |
| 23. Juni 2005 | |
| Bericht über ein hochbegabtes Kind. Das "Problem" wird politisch noch nicht ernst genug genommen. Es muss endlich eine spezielle Förderung für solche Kinder geben und die Schulen müssen flexibler reagieren. Wenn sich die Eltern selbst engagieren können zwar die meisten Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. Aber nicht alle hochbegabten Kinder haben solche Eltern. | |
| 24. Juni 2005 | |
| 1. Tag der Nürnberger Sicherheitstagung mit Empfang im Nürnberger Rathaus. Anschließend Partybericht aus Mauern. | |
| 25. Juni 2005 | |
| 2. Tag der Nürnberger Sicherheitstagung.#
Nürnberg (sj) – Der Kalte Krieg ist Geschichte – Anstelle der Bedrohung aus dem Osten ist der internationale Terrorismus getreten. Auf der Nürnberger Sicherheitstagung wurde provokant gefragt: „Die NATO – Auslauf- oder Zukunftsmodell?“ Unisono lautete die Feststellung: „Ja. Die Nato hat Zukunft“. Damit wurden freilich eiune ganze Reihe weiterer Fragen erst aufgeworfen. Denn die Nato ist nicht mehr die ihrer Gründerväter. Wie soll in Zukunft beispielsweise auf sogenannte asymetrische Bedrohungen reagiert werden? Wie die Kommandostrukturen angepasst werden? Umfangreiche Veränderungen sind notwendig. Zum Beackern dieses weiten Themenfeldes hatte die FDP-nahe Friedrich Naumann Stiftung Experten darunter viele Militärs aber auch Politiker verschiedener Parteien eingeladen. Ein zentraler Punkt war dabei auch immer das Verhältnis Europa-USA sowie der europäischen Ländern untereinander. Sowohl der ehemalige Staatsminister Dr. Werner Hoyer (FDP) als auch Christian Schmidt, Verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion setzten sich dabei für eine Verbesserung der Beziehungen ein. Dabei war aber ebenso festzustellen, dass man die NATO nicht als Toolbox verstehen möchte, die von der USA einfach genutzt wird um in Zuge von „Koalitionen der Willigen“ einfach die gerade passenden Bündnispartner herauszugreifen. Um dies zu erreichen, sei es notwendig, dass Europa lerne mit einer Stimme zu sprechen. Dazu müssten die nationalen Vorbehalte allerdings zurückgefahren werden. Gerade für die Liberalen kein einfacher Spagat, schließlich soll ja die Bundeswehr weiterhin Parlamentsarmee bleiben. Das heißt, es ist an den Abgeordneten zu entscheiden, ob Truppen entsandt werden oder nicht. Erhard Eppler, ehemaliger Bundesminister und Vordenker der SPD ging in die ethische Grundwertediskussion: „Trifft das Begriffspaar Krieg und Frieden unsere Wirklichkeit?“ Ausgangspunkt seiner Betrachtungen war, dass die militärischen Konflikten zwischen Staaten zurückgingen, die Gewalt und zwar in Form entstaatlichter, privatisierter und bisweilen auch kommerzieller Gewalt hingegen zunehmen. Von den „Neuen Kriegen“ sei da die Rede. Doch sei der Begriff Krieg dort überhaupt angebracht, oder handelt es sich lediglich um organisierte Kriminalität: Wer den Begriff Krieg zu weit ausdehne zerstöre seine Bedeutung. Eine Grenze zu ziehen, zwischen Krieg, Bürgerkrieg und organisierter Gewalt fiel jedoch auch dem ehemaligen Bundesminister schwer. Trotzdem es gebe fundamentale Unterschiede. Bei einem normalen Krieg soll letztlich irgendwann wieder eine staatliche Ordnung hergestellt werden. Warlords sind auf eine dauerhafte Abwesenheit von staatlicher Ordnung angewiesen. Soldaten wollen irgendwann mal wieder, meist möglichst schnell nach Hause. Söldner befürchten den Verlust ihres Arbeitsplatzes. Diktatoren schicken 15-jährige als letztes Aufgebot in die Schlacht. Warlords schicken 13-jährige Kindersoldaten als erstes in die Schlacht, weil sie billiger sind als erfahrene Söldner. Letztlich hat diese Grauzone zwischen Krieg und Kriminalität auch konkrete Auswirkungen. Georg W. Bush wertete durch den “Krieg gegen Terror” den größten Terroristen vielleicht unabsichtlich zum regulären Kriegsgegner auf. Aus dem Krieg gegen den Irak wurde so auch eine Verbrecherjagd mit Fahndungslisten. Polizei- und Militäraufgaben überschneiden sich, und damit stellt sich die Frage nach dem Status der Kriegsgefangenen. Die Beantwortung der Frage: „Ist die Nato ein Zukunftsmodell?“ mit einem deutlichen „Ja“ durch den ehemaligen Bundestagsabgeordneten Hildebrecht Braun, warf viele weitere Fragestellungen auf. Genug Material für die Agenda der nächsten Sicherheitstagung. Anschließend Partyfotografie in Erding (Poolparty) und Ebersberg. |
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| 28. Juni 2005 | |
| Stammtisch der FDP-Moosburg mit Bericht von der Sicherheitstagung. | |
| 29. Juni 2005 | |
| Überparteilicher Jugendstammtisch in Freising. Es soll eine Veranstaltung zum Thema "Mythos Neonazi" geben | |
| 30. Juni 2005 | |
| Vortrag zum Thema AIDS in Afrika. Eine Referentin aus dem Land, die meint "Die Lage ist hoffnungslos" lässt in der Tat das schlimmste vermuten. | |
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