Tagebuch Mai

Alte Tagebücher

1. Mai
Unglücklicherweise auch in Thailand ein Feiertag. WIr schaffen es auch heute nicht die notwendigen Papieren zu erhalten, um in das Flüchtlingslager zu kommen. Dafür ist Relaxen, Essen und Feiern in Pu Tong angesagt.
2. Mai
Zurück nach Bangkog und noch einmal einkaufen. Ich habe aus Sangkanaburi einige Karen-Kleider mitgebracht. Ursprünglich sollten diese zu einem ganzen Anzug umgearbeitet werden. Letztlich wird aber erstmal nur eine Weste daraus. Immerhin: AUch hier ist ein Anfang gemacht.
Ausserdem müssen wir zum Immigration-Office. MeineTochter ist zu lange da: Overstay. Normalerweise kostet das 500 Bath (10 Euro) pro Tag. Wir kriegen aber kostenlos einen Stempel, mit dem sie ausreisen darf.
3. Mai
Rückflug. Am Flughafen gibt es viele Tränen. Ratannawasee Aurelia würde lieber in Thailand bleiben, und versucht dies lautstark durchzusetzen. Glücklicherweise wurden wir schnell durchgewunken.
4. Mai
Zurück in Deutschland: Jetzt freut sich Aurelia endlich wieder ihre Mutter sehen zu können.
5. Mai
Der erste Arbeitstag und wieder geht es auf die verschiedensten Parties.
8. Mai
Gerichtsverhandlung: Wieder einmal ein Drogenabhängiger, der noch mal mit Bewährung davon kommt
Abends: evangelischer Bibelkreis. Wir werden uns mit dem Thema Papst beschäftigen.
9. Mai
Fahrt zur FDP-Erding. Thema Kommunalwahlkampf. Es gibt aber nichts wesentlich neues zu erfahren.
10. Mai
Wieder werfen Feste ihren Schatten vorraus. In Massenhausen ist erneut ein Maibaumräuberfest geplant.
11. Mai
Themen-Stammtisch der FDP-Neufahrn: Es geht um Leu oder Heu für den Forschungsreaktor der TU. WIerdereinmal zeigt sich, dass da politisch etwas durchgesetzt werden soll, was wissenschaftlich blanker Unsinn ist. Besonders bedauerlich: In Garching wird viel Medizinfotrschung betrieben und die Neuronenquelle kann direkt in der Medizin Anwendung finden. Peinlich, da verhindern die Fortschrittsgegner, die Heilung von Menschen.
12. Mai
120 Jahrfeier der Schützen Einigkeit.
Es gibt viel Interessantes aus der Gründerzeit zu berichten
"Cassastand bei Übernahme 16,45 Mark" - So lautet der erste schriftliche Nachweis über die Existenz des Schützenvereins Einigkeit Thalhausen. Das Dokument datiert auf den 21. Januar 1886. Grund genug also das 120-jährige Jubiläum zu feiern. Schützenmeister Rudolf Widmann ließ bei dem historischen Rückblick jedoch keinen Zweifel daran, dass die Wurzeln des Vereins wohl noch wesentlich weiter zurückreichen. Vielleicht ist die Schützengesellschaft kurz nach dem "Siebziger-Krieg" (1870/71) mutmaßte der Vereinsvorsitzende. Schützengesellschaften lassen sich sogar bis ins Mittelalter zurückverfolgen. Doch auch in der "kurze" Geschichte seit 1886 ließen sich so einige Höhepunkte und interessante Details aufweisen. So stand der Verein im 19. Jahrhundert nur "Honaratioren" offen. Lehrer, Förster, Braumeister, die größeren Bauern und der Bürgermeister stellten die Mitglieder. Die "kleinen Leute" hatten in diesem erlauchten Kreis nichts zu suchen. Fehlverhalten wurde dafür aber auch drakonisch bestraft. Unrichtiges Vortragen des Liedes "der Graf von Luxemburg" schlug beispielsweise mit 0,76 Mark zu Buche. "Da bekommt unser Schatzmeister ganz feuchte Augen", bemerkte der Vereinsvorsitzende.
13. Mai
Er wurde 1756 geboren, starb 1791 und kleine schokaladenumhüllte Marzipankugeln sind nach ihm benannt. Gemeint ist natürlich Wolfgang Amadeus Mozart. - Das Mozartjahr findet natürlich auch in Freising statt. Die Liedertafel Au war mit einem Konzert mit dabei.
14. Mai
Eine Unternehmensberatung will ein Projekt gegen Rechtsextremismus anleiern und hat Kontakt zu mir aufgenommen. Ich stell ihnen einiges an Material zusammen.
16. Mai
Gerichtsverhandlung: EIn rentner ist mit einem halbautomatischen Kleinklibergewehr erwischt worden. Hat er in Österreich gekauft. Und was in Österreich legal ist, kann doch in einem anderen Land der EU nicht verboten sein. Tja, was dem einem Holland ist, ist dem anderen Österreich.
17. Mai
Am Wochenende bin ich auf Partys und unter der Woche auf Gerichtsverhandlungen, unter anderem um über Schlägereien auf Parties zu schreiben.
19. Mai
Vershiedene Parties, darunter das Maibaumräuberfest in Massenhausen. Die Bauer-Brüder und mein Vater können es halt nicht lassen. Tatsächlich ist es aber wohl die erfpolgreichste Ü30-Partie des Landkreises.
20. Mai
Der nächste Stammtisch der FDP-Moosburg steht jetzt konkret in allen Einzelheiten fest: (endlich)
Wir informiert uns am Mittwoch, 31. Mai über die Planungen zur Sanierung oder Neubau des Moosburger Eissportstadions. Als Referenz steht Johann Stäringer, Vorsitzender des Förderverein Eissport Moosburg (FEM) zur Verfügung. Termin ist um 20 Uhr im Gasthof zur Länd in Moosburg.
21. Mai
Besuch des Haus der Heimat. Vielleicht gibt es mal eine Möglichkeit mit den Vertriebenen eine Veranstaltung zu machen.
23. Mai
Vortrag in München bei Auszubildenden der Post. Es läuft diesmal ausgezeichnet.
24. Mai
Gerichtsverhandlung: Schwarzfahrer sind nichts besonders. Betrunken mit einem Sattelschlepper und der Kopie eines gefälschten Führerscheins unterwegs zu sein, ist aber dann doch etwas besonders. Vor allem dann, wenn der "originalgefälschte Führerschein" beim letzten Mal sichergestellt wurde.
25. Mai
Reportage über einen Hobbykünstler:
Moosburg (sj) - Ein Hauch von Kirschblütenduft schwebt durch den Raum. Karl Kohn steht an der Drechselbank. Unter seinen Händen entstehen Schüssel, Kreisel, Weihnachtsschmuck, Ohrringe, Teller, Vasen. Alles aus Holz und jedes Stück ein Unikat. Wenn dem Hobbykünstler die Späne um die Ohren fliegen, ist eigentlich der größte Teil der Arbeit schon erledigt. Denn schon mit der Auswahl der Hölzer beginnt die Gestaltung. Karl Kohn verwendet bevorzugt Holz, dass andere wegwerfen oder allenfalls zum Heizen verwendet. Die interessantesten Maserungen ergeben sich dort wo Äste eingewachsen sind, wo Pilzbefall eingesetzt hat oder wo der Fäulnisprozess begonnen hat. Zu seinen beeindruckensten Stücken gehört eine Vase, in dessen Holz sich ursprünglich ein paar Ameisen eingenistet hatten. Zu den besonders schönen Stücken gehört auch eine Schale aus einem Baum, dem ein Paar Nägel eingeschlagen wurden, die dann eingewachsen sind und in deren Umgebung sich das Holz dann verfärbt hat. Beim Drehen sind dann ein paar Funken geflogen. "Aber es hat sich gelohnt", stellt der Hobbydrechsler fest. Dass Funken fliegen ist keine Seltenheit. Doch nicht immer ist Metall die Ursache, oft sind es auch in Wurzelstöcken eingewachsene Steine.
27. Mai
Besuch des Kirschblütenfestes im Neufahrner Kindergarten: Kinder in chinesischen Hosen und vietnamesischen Hüten tanzen bei einem japanischen Fest zu thailändischer Musik. Schlage als Gegenkonzept einen russishen Kulturabend mit Flamenco tanzenden Schuplattlern vor, die beim Geburtstag der Queen eine Pizza backen.
28. Mai
Stockschützenturnier in Nörting. Die Witterung bescheert die Premiere einer Indoor-Hüpfburg.

Erfolg beim Mensa-Fotowettbewerb:
Wer will da noch sagen, das Partyknipserei keine Kunst ist? - Unser unermüdlicher Partyfotograph Stefan Jahnel schickte einen seiner vielen Schnappschüsse beim Mensa-Foto-Wettbewerb ein und gewann den 3. Platz und den Publikums-Sonderpreis. Für Stefan Jahnel bedeutet dass, sein Bild wird zudem im August am Mensa's 60th Anniversary World Gathering in Orlando in den USA vorgestellt und nimmt dort an der Endrunde teil. Auf die Frage, wie er dort seine Chancen auf einen Preis sieht antwortet Stefan Jahnel: „Das wäre ein Wunder“. Übrigens: Mensa ist die Interessensvertretung und „Selbsthilfegruppe“ hochbegabter Menschen.
29. Mai
Ausstellung im Kardinal Döpner Haus.
Mit ihrer Methode die Seifenblasen sich quasi selbst malen zu lassen, zuzualssen, dass das Malmaterial seine eigene Dynamik entwickelt, trat die Künstlerin zugleich von der Versuchung zurück, jede einzelne Phase des Entstehungsprozesses zu kontrollieren. Natürlich kann man trotzdem unterschiedlicher Meinung sein, ob auf diese Weise die tieferen Wesenszüge einer Seifenblase wirklich besser einfangen lassen. Die vermittelte Transparenz gleicht bisweilen eher der von Ziegelsteinen. Auf jeden Fall hat Elisabeth Seitzl einen völlig neuen Weg der Seifenblasendarstellung gefunden.
30. Mai
Jahreshauptversammlung der Friseurinnung. Großes Klagen, über die schwarzen Schafe in der Innung. Ein Mädchen wurde ein Jahr lang bei einem Betrieb ausgebildet, der gar nicht dazu befähigt war. Offensichtlich ar er es aber doch: Die Friseurazubi war eine der besten in der Berufsschule und durfte mit Sondergenehmigung weitermachen. In manchen Branchen mag ja der Meisterbrief sinnvoll sein. In der Friseurinnung ist er es wohl nicht. Wenn jemand die Haare gut schneidet, dann gehen die Leute dort hin. Wenn nicht, wird er eh bald keine Kunden mehr haben. Den Schaden den unfähige Friseure anrichte ist nicht so erheblich, wie im Baugewerbe beispielsweise. Und letztlich schützt auch ein Meisterbrief vor Unfähigkeit, Schlamperei oder Geldschneiderei nicht.
31. Mai
Einweihung des Gewerbegebietes in Langenbach: Bürgermeister Brückl bringt im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden sein Gewerbegebiet wirklich an den Mann. Erfolgsrezept: Bei Firmen Klingelputzengehen wie ein vertreter.
Am Abend FDP -Stammtisch. Wieder ein Erfolg. Mit dem Thema Eissportstadion haben wir ein ganz wichtiges Thema gefunden.
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