Tagebuch Oktober

Alte Tagebücher

1. Oktober 2005
Es wird wieder über den EU-Beitritt der Türkei gestritten. Prinzipiell sehe ich keine Hindernisse. Das heißt es sollte keine Hindernisse geben. Allerdings sollte bitte schön mit dem gleichen Maßstab gemessen werden. In der Türkei werden nach wie vor Demonstranten grundlos von Polizeibeamten verprügelt. Die Folter ist zwar offiziell abgeschafft, existiert aber immer noch. Auch das Verhältnis zu ;Minderheiten ist höchst fragwürdig. Unter diesen Umständen ist es höchst fragwürdig, wie dazu im vergleich mit Kroatien umgesprungen wird. 

Kroatien bemüht sich aktiv und erfolgreich um eine Zusammenarbeit mit den Minderheiten. Vertriebene Serben und Bosnier können sich wieder ansiedeln. In der Bevölkerung gibt es zwar weiterhin Vorbehalte, aber die Positionierung der Regierung ist eindeutig. In der Türkei hat man bei Themen wie der Kurdenfrage immer das Gefühl, dass da von den offiziellen Politikern allenfalls Lippenbekenntnisse kommen. Und dabei geht es um aktuelle Missstände, diese scheinen aber offensichtlich weniger wichtig zu sein, als die Auslieferung eines mutmaßlichen Kriegsverbrechers.

Letztlich müsste beim Fall General Ante Gotovina auch die Frage gestellt werden, wie weit die EU und die Staatschefs der EU-Staaten eine Mitschuld trifft. Und zwar eine Mitschuld durch Unterlassung.  Wir erinnern uns: Als serbische Panzer durch Kroatien rollten., als das Land in drei Teile geteilt wurden, da stand die EU abseits davon. Das erbische verhalten wurde vielleicht ein wenig kritisiert, aber passiert ist letztlich nichts. Die Kraijna wurde von den Serben quasi annektiert.

Nicht der EU ist es zu verdanken, sondern Leuten wie General Ante Gotovina, dass die Invasoren zurückgeschlagen wurden. Ante Gotovina gelang es die Kräfte zu sammeln und in einer militärtaktischen Meisterleistung, die Kraijna Serben vom Nachschub abzuschneiden und zum Rückzug zu zwingen. Kroatien hat anders als Bosnien oder der Kosovo das Joch der Unterdrückung aus eigener Kraft abgeworfen. Das entschuldigt freilich nicht, die Taten, die dem General zu Last gelegt werden. Trotzdem das strikte beharren auf eine Auslieferung, kann unter diesen Umständen nur zu Kopfschütteln führen.

Trotzdem bedarf der Fall Ante Gotovina natürlich einer Lösung. gefordert ist dabei aber ein hohes Maß an diplomatischen Geschick. Und dieses hat die EU bisher leider in keinerlei Weise gezeigt

3. Oktober 2005
Treffen mit Klausi. Im Mittelpunkt stehen Gespräche über die Bibel. Am nächsten Montag, findet ein Treffen mit dem Bibelkreis Mauern statt. Thema: Wie kam das Böse in die Welt.
4. Oktober 2005
Produktion der Nightlife Seite und Gerichtsberichtserstattung.

Beitrittsverhandlungen mit der Türkei und mit Kroatien. Auch wenn jeder beteuert, dass das eine nichts mit dem anderen zu tun hat, glaube ich, dass genau das der Deal war. Mir soll es recht sein. Letztlich ist mit der Türkei sogar zu hoffen, dass die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der EU endlich ein Ende finden. Denn mit der Türkei muss klar sein, der bisherige Agrarsubventions-Wahnsinn so nicht mehr weitergeführt werden kann.

5. Oktober 2005
Weiter Streit um die Kanzlerfrage, aber die SPD scheint einzulenken. Langsam erinnerte mich das Gezänke, schon an die Weimarer Republik, als die demokratischen Kräfte versagten, miteinander zu arbeiten. Die SPD hat schon damals eine sehr unrühmliche Rolle gespielt.

Abends treffen mit FDP Interessenten 

 

6. Oktober 2005
"Berufsfit" am Flughafen. Verschiedenste Aussteller haben Stände aufgebaut. Einige Jugendliche sind interessiert. Viele aber glauben wohl, dass sie die Sache nichts angeht. Mit ein Grund für die schwierige Situation auf dem Ausbildungsmarkt schein mir auch schlichtweg das Desinteresse der "Betroffenen" zu sein. Vor allem Null Selbständigkeit. Da wird sich darüber beschwert, dass man sich um alles selber kümmern muss.

 

7. Oktober 2005

Nightlife im Abseits. Endlich mal wieder guter alter Punkrock. Allerdings sind natürlich nur wenige Leute da. Trotzdem ist es tausendmal besser als die Beachparty in Nandstadt. na ja vielleicht liegt es auch nur daran, das ich immer älter werde.

 

 

8. Oktober 2005

Und noch eine Party. Diesmal in Wartenberg. 

 

10. Oktober 2005

Evangelischer Bibelkreis - Frage: Woher kommt das Böse. Eigentlich sind wir eher bei der Frage hängen geblieben, was ist das Böse. Letztlich kamen wir über die 10 Gebote zu der Definition: Böse ist Empörung gegen Gott. Allein das Befolgen der  10 Gebote reicht  nicht aus, ein guter Christ zu sein. Dabei ist es schon schwer genug, die zehn Gebote zu halten. Diskussion um das Gebot: "Du sollst nicht töten" - Ich denke es ist nicht auf Tiere anzuwenden. Immerhin hat Jesus selbst Fisch verteilt und Gott sogar detaillierte Hinweise gegeben, wie Tieropfer darzubringen sind oder wie Speisen zuzubereiten sind.

 

11. Oktober 2005
Gerichtsverhandlung: Was ist schon ein Banküberfall gegen die Gründung einer Bank. Und das geht einfach so. Geld für fünf Prozent im Monat verleihen. Der Kreditnehmer zieht den Betrag per Lastschrift ein. Wenn er nach fünf Wochen nicht zurückzahlen kann, wird einfach dem Lastschrifteinzug widersprochen und muss das Geld zurückbuchen, egal ob der Kreditnehmer welches hat oder nicht. ist natürlich prima, weil damit die Bank das Risiko trägt. Ist andererseits doch nicht so prima weil Staatsanwaltschaft und Richter sagen: "Das ist Betrug"  

 

13. Oktober 2005
Stammtisch der FDP Neufahrn. Zum Thema Flughafen sind die Meinungen wieder höchst geteilt. Allerdings gibt es wirklich ein Thema vor Ort. Das Schwimmbad in Neufahrn hat ein Super-Angebot, nur weiß es keiner. Schon seit Monaten gelingt es der Schwimmbadverwaltung weder Flyer zu drucken noch die Internetseite zu aktualisieren. Wir fordern zusammenarbeit mit einem professionellen Marketingunternehmen.

 

14. Oktober 2005
Wiedereröffnung der Firma Hudler mit großer Käthe Kruse Ausstellung. Okay Puppen sind nicht mein Fall. Trotzdem irgendwie faszinierend.  

 

15. Oktober 2005
Eröffnung des Kletterturms der DAV Moosburg. Klettern ist für mich freilich nichts. Aber in die Berge gehen, will ich unbedingt mal wieder. Im Prinzip wäre eine DAV-Mitgliedschaft nicht verkehrt. Der DAV Moosburg bietet ein interessantes Programm. Allerdings ist es natürlich schwierig die Termine so zu legen, dass man auch Zeit hat.

 

17. Oktober 2005
Die Woche verspricht hektisch zu werden. Für das Seniorenmagazin 50 + soll noch eine Geschichte geschrieben werden. Abgabeschluss: Freitag. Kleiner Nachteil: Mittwoch und Donnerstag bin ich bei meinem Vater in Tegernsee. Also bleibt nur der Dienstag. Da bin ich aber auch am Gericht.

 

18. Oktober 2005
Vor der ersten Verhandlung, noch einmal schnell um Weihenstephaner Berg gefahren für die 50+ Reportage: Ein Pfad durch Freising. Die Oberdieckgärten besucht und dann noch zum Campus. Beim Staudengarten muss ich dann aber umdrehen und zum Gericht gehen. Nach der Verhandlung ght es quasi zum Anfang des Pfades: Auf den Domberg. Dort ein Interview. Mit dem Auto weiter zum Schafhof und zur Plantage. Dann wieder zum Gericht. Nach den Verhandlungen zur Wieskirche, den Weg fortsetzen. Die Fotos in der Redaktion noch ins System gestellt. Eigentlich wollte ich den Text auch noch schreiben. Aber bei der Wieskirche reicht es mir dann. Das restliche drittel sollte doch noch am Donnerstag zu bewältigen sein.

 

19. Oktober 2005
Pünktlich um 9 Uhr zum Tegernsee gestartet. Treffpunkt mit Torsten ist um 10.30 Uhr in Bad Wiessee. Natürlich bleibt der im Stau stecken und wir fahren noch mal schnell bei meinem Vater vorbei. Es ist 11.30 Uhr als wir uns endlich auf dem Weg zur Aueralm machten. Eine Karen, zwei Kinder, ein Baby, ein Unteroffizier, seine Frau und meine Wenigkeit. Nachder hälfte des Weges entwickelt sich eine neue Extremsportart: BabyBergTragen. Aber wir schaffen es. Sämtliche Ideen wie weiter auf den Fockenstein oder gar auf den Kampen zu gehen, werden von den Mitwanderern entschieden boykottiert. Dafür gemütlicher Abend im Bräustüberl.

 

20. Oktober 2005
Maibaumabbauen und dann geht es zurück nach Moosburg. Am Abend ist Versammlung des Ortsverbandes. Wir werden auf der nächsten Kreisjahreshauptversammlung einen Antrag zum Bau der 3. Startbahn einbringen.

 

21. Oktober 2005
Und wieder Partytour. Diesmal geht es nach Bruckberg und Gundihausen. Ich erwarte das schlimmste, werde aber angenehm überrascht. Gerade in Gundihausen ist jede Menge los. Ich komme aber nicht mehr dazu die Bilder in der Redaktion zu bearbeiten. Samstag ist Treffen des Bezirksausschusses Ingolstadt.

 

22. Oktober 2005
Bezirksfachausschuss Bildung. Hauptthema Büchergeld. So wie es im Moment vom Staat verlangt wird ist das Blödsinn. Wir wollen die freie Schul, die selbst entscheidet und von den ihnen zugewiesenen Gelder dann entsprechende Lehrmittel kauft, die Eltern beteiligt oder am Jahresende einen Bücherbasar veranstaltet. Ein weiteres Thema Lehrermangel. Unsere Lösungsvorschläge: Lehrer aus der Pension holen (freieillig und mit entsprechender Bezahlung natürlich), Qualifikation für Aussenstehende und ältere Schüler als Tutren, die bei der Unterrichtsgestaltung mithelfen oder bei der Hausaufgabenbetreuung. Im Anschluss danach ging es in die Redaktion Freising, die Partybilder vom Freitag bearbeiten, dann zum Hoagart nach Osseltshausen, dann zur nächsten Party, zurück in die Redaktion und die Bilder bearbeiten. Schön, dass der Sommer vorbei ist, sonst wäre ich erst nach Sonnenaufgang zu Hause angekommen.

 

23. Oktober 2005
Verschlafen

 

24. Oktober 2005
Begrüßung der Erstsemester im Asamsaal. Merke: Freibier und Leberkässemmel sind interessanter als jegliche Begrüßungsrede.

 

26. Oktober 2005
Ärger um Halloween. Vor Allerheiligen muss um 24 Uhr Schluss sein. Merkwürdige Regelung. Eigentlich müsste so ein Halloween-Geist ja schon verdammt verspätet sein, um dem ersten Friedhofsbesucher über den Weg zu laufen. Normalerweise dürfte da ja gar kein Konfliktherd sein, es sei denn man schafft ihn künstlich. Was soll ich da eigentlich als Protestant sagen? Ich darf den ganzen schönen Reformationstag mit den Halloweenisten teilen. Aber teilen macht ja bekanntlich selig.

Abends: FDP-Stammtisch in der Aktienschänke.

 

27. Oktober 2005
Filmabend im Camerloher-Gymnasium. Viele der Filme sind sehr gut gemacht. Doch so sehr Technik, schnelle Bildabfolge, Perspektive etc. zu würdigen sind, manchmal bleibt die Geschichte auf der Strecke. Schöne bunte Viva-Welten manchmal sogar in schwarz-weiß

 

28. Oktober 2005
Barock-Konzert in Nandlstadt. Ursprünglich wurden die Lieder von Kastraten gesungen. Allerdings sind die schwer zu finden. Also muss eine Frau einspringen. Allerdings sollen, so die Literatur, die Kastratenstimmen ganz anders geklungen haben. Eine Frau kann offensichtlich doch nur schwer einen Mann ersetzen, selbst wenn es ein Kastrat ist.

 

29. Oktober 2005
Bezirksparteitag in München. Der Antrag zur Behebung des Lehrermangels ging planmäßig durch. Eher umstritten der Bezirkstag. Langfristig soll die Abschaffung gefordert werden. Ich sehe das eher zweifelhaft. Bestimmte Aufgaben können von den Kommunen nicht gestemmt werden. Beispiel Psychiatrie. Trotzdem ist es besser wenn es kommunalnäher geht als über die Landesebene. Auch im Straßenbau sehe ich große Aufgaben für den Bezirk. Eine Straße von Wolnzach nach Moosburg - da hat der Bezirk doch mehr Ahnung als das Land. Ausserdem die Aufgaben die der Bezirk leistet müssen auch nach Abschaffung des Bezirkstages erledigt werden. Bezirksräte arbeiten ehrenamtlich für eine Aufwandspauschale. Wenn das Beamte machen müssen, dann wird es teuer.

 

30. Oktober 2005
Jahresabschluss und Time Out Party in der Disco Nightflicht

 

31. Oktober 2005
Jahresabschluss

 

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