Tagebuch September

Alte Tagebücher

1. September
Treffen mit den Urhebern der Broschüre zum Gewerbegebiet Degernpoint. Die Unterredung läuft höchst konstrukriv. Ich hoffe es gibt bald eine fruchtbare Zusammenarbeit.
Die Volksfestbeilage ist erschienen. Und natürlich geht es auch wieder auf das Volksfest. Reportage mit Jasmin. 4 Mädels auf dem Volksfest Und Anschließend noch eine Fahrt in den Aquapark nach Moosburg für Munich-Online.
2. September
Und wieder aufs Volksfest: Rein beruflich natürlich. Schließlich muss die 2. Volksfestbeilage auch fertig werden.
3. September
Der MSC lädt zur Bildersuchfahrt ein. Ich mache eine Reportage und fahre mit Fon und Aurelia mit. - Rein beruflich natürlich. Und: Wir holen den 6. Platz und damit einen Pokal.
4. September
Produktion der 2. Volksfestbeilage. Ich bin um 6 Uhr in der Redaktion. Denn auch die beiden Nightlife Seiten müssen fertig werden. Aber alles läuft wie am Schnürchen und ich bin schon am späten Nachmittag fertig.
5. September
Gerichtsverhandlung: Die einzige Verhandlung wird aber abgesetzt. Umsonst nach Freising gefahren.
6. September
Wieder Gericht. Aber diesmal ist es wenigstens lustig: Deutschlands dümmster Autofahrer:


Große Chancen im Kampf um den Titel "Deutschlands dümmster Autofahrer" hat der 23-jährige Jens Z. (Namen von der Redaktion geändert) erworben. Wegen einer Alkoholfahrt musste sich der angehende Techniker vor dem Freisinger Amtsgericht verantworten. 1000 Euro kostet ihm das Vergnügen mit einem Alkoholwert von 1,4 Promille unterwegs zu sein. Und seinen Führerschein kann er für weitere vier Monat einmotten. Die Art und Weise, wie er die Polizei auf seine Spur brachte, dürfte aber recht einmalig sein.
So verständigte er an dem Januarabend selbst die Polizeistation in Erding, und gab an irgendwo zwischen Neufahrn und der Bundesautobahn eine Reifenpanne zu haben. Die Beamten empfahl einfach den Reifen zu wechseln und dann weiter zu fahren. Der Anruf kam ihnen aber so merkwürdig vor, dass sie doch lieber ihre Kollegen in Neufahrn verständigten. Die sollten am angegebenen Pannenort mal nach dem rechten sehen.
Bis die Beamten eintrafen hatte Jens Z. den angegebenen Ort allerdings schon verlassen. Da er aber auch seinen Namen angegeben hatte, war es für die Beamten leicht, einen Hausbesuch zu machen. Vor der Wohnung fanden sie dann auch das Fahrzeug auf. Das hatte aber ganz offenkundig nicht nur eine Reifenpanne gehabt, sondern war in einen kleinen Unfall verwickelt.
Der Versuch den Fahrer anzutreffen, scheiterte zunächst. Auf Klingelzeichen wurde nicht reagiert. Also musste erst die Feuerwehr geholt werden, um die Tür zu öffnen. Tatsächlich wurde dann auch der Fahrer tief schlummernd im Schlafzimmer angetroffen. Nachdem es gelang den mittlerweile der Unfallflucht verdächtigen zu wecken, erklärte sich dieser zu einem Alkotest bereit, der es auf stolze 1,4 Promille brachte.
Die Polizei versuchte darauf auch noch einen zu dem Schaden passenden Unfall zu finden, wurde jedoch nicht fündig. So blieb es schließlich lediglich bei einer Anklage wegen Trunkenheit im Verkehr, die mit 1000 Euro und 4 Monate Fahrverbot geahndet wurden.


Aurelia hatte ihren ersten Kindergartentag. Und sie fühlt sich wohl.
7. September
Volksfestbesuch mit der Redaktion.
8. September
Die Festsaisoin geht weiter: Auftakt des moosburger Volksfest. Und am abend dann noch mal nach Freising aufs Freisingervolksfest. Das heist eigentlich nur in die Weinhalle. Fotos für die Nightlife-Seite machen.
9. September
Ein Katastrophentag: Der Papst ist gelandet. Allerdings liegt es weniger am Papst. Fon hat sich eine Muskelentzündung zugezogen und muss ins Krankenhaus. In der Redaktion steht ein neuer Computer. Ich soll den Laubfrosch (2 Seiten Umweltmagazin) machen, aber keiner weiß wo die Daten sind. Der Fotoapparat einer Kollegin funktioniert nicht und ich fahr schnell auf den Domberg. Schließlich kommen die Tegernseer Schützen ins Weihenstephaner Bräustüberl und ich mache auch da schnell ein Foto. Und zum Abschluss gibt es die typische Samstagabend Night-Live Bilderreportage. Tading und Erding stehen auf dem Programm.
10. September
Bilder bearbeiten, einige Texte schreiben. Ruckzuck ist der Sonntag vorbei.
11. September
Letzte Verbesserungen am Laubfrosch, und zwei Seiten Nightlive. Insgesamt also vier Seiten müssen fertig werden. Und sie werden fertig. Ich kann Aurelia sogar vom Kindergarten abholen.
12. September
Die Kulturredaktion braucht ein Foto von AliKhan. Die Gerichtsverhandlungen sind so was von langweilig und banal, dass sie quasi nicht verwertbar sind.
13. September
Diesmal ist es im Gerichtssaal spannend. Eine Frau wollte ihre Schulden nicht zurückzahlen und daher eine Vergewaltigung erfunden. Zuerst kommt der arme Mann tatsächlich hinter Gitter. Es sitzt mehr als eine Woche bis die Wahrheit aufkommt. Die Frau muss jetzt zwei Jahre hinter Gitter.

Unsere Stellungnahme zum Papstbesuch ist im Forum erschienen:

Der FDP-Ortsverband Moosburg begrüßt den flexiblen Umgang der Freisinger Schulen beim Papstbesuch. Gleichzeitig bleibt aber auch festzustellen, dass ein freier Tag, und zwar dann wenn der Papst tatsächlich in Freising weilt, durchaus ausgereicht hätte.
Im allgemeinen ist zu hoffen, dass das Kultusministerium den einzelnen Schulen mehr Freiheit lässt, da oft vor Ort sinnvoller entschieden werden kann, als im bisweilen fernen München.
Gleichzeitig hofft der FDP-Ortsverband Moosburg, dass die schulische Bearbeitung des Themas über eine reine Jubelaktion „Wir sind Papst“ hinausgeht. Der Besuch des katholischen Kirchenoberhauptes könnte Anlass sein, sich in der Schule mit Fragen wie dem Verhältnis von Kirche und Staat zu beschäftigt.
Der FDP-Ortsverband Moosburg hofft, dass der Besuch auch Anlass sein könnte, das Verhältnis der Religionen und Konfessionen untereinander zu beleuchten, aber auch Spannungsverhältnisse zwischen katholischen Glaubensvorstellungen und gesellschaftlichen Fragen zu behandeln.
Gerade bei Themenbereiche wie Empfängnisverhütung, die Stellung der Frau oder gleichgeschlechtliche Partnerschaften, gibt es bisweilen unterschiedliche Vorstellungen.
Es wäre erfreulich wenn der Papstbesuch in dieser Hinsicht einen Anstoß zur gesellschaftlichen Diskussion liefern würde.
Der Besuch des Papstes ist letztlich ein viel zu wichtiges Ereignis, als dass es lediglich mit einigen Feiern und dem Verkauf von Andenken in Form von Bierkrügen, Wandtellern und Kaffeetassen abgehandelt werden könnte.

Am Abend Volksfestbesuch mit der FDP. Wir brauchen zwei Biertische und neben zahlreichen neuen Ideen, haben wir jetzt auch ein neues Mitglied. Ich liebe Biertischpolitik.
14. September
Der Papst ist in Freising. Am Vormittag fast 100 Fotos geschossen.
15. September
Discotour nach Wasentegernbach. Das Crazy feiert Geburtstag.
16. September
Landesfachausschußsitzung Bildung München. Wir wollen Lehrern die Chance des Scheiterns eröffnen (Auch Lehrer sollen kündbar sein). Dafür soll das Studium auch so ausgerichtet werden, dass es nach Abschluss andere Berufschancen gibt.
Abends dann zu Partys nach Bruckberg und Forstern.
17. September
Onkel Peter und Tante Gerda passen auf Aurelia auf. Früh morgens also Aurelia nach München, dann nach Zolling. Dort haben die bayrischen Imker Landesversammlung. Weiter nach Neufahrn. Der Surfclub will den Meister ermitteln. Allerdings der Wind spielt nicht mit. Dann zum Flughafen. Eine Geschichte über das Motocrossfahren steht an. Wir besuchen noch schnell eine Freundin von Fon, bevor es wieder zu Onkel Peter und Tante Gerda und einem Abendessen geht.
18. September
Produktion der Jugendseite und am Abend Stadtratssitzung in Moosburg. Das Thema Neubaugebiet Alte Thalbacherstraße kommt wieder auf den Tisch. Ausserdem bekleckst sich die UMB wieder einmal mit ihrer Forderung das Jugendhaus abzureisen und dort eine Polizeiwache zu errichten. (Natürlich wollen die UMBler woanders ein neues Jugendhaus hinbauen) Trotzdem ist der restliche Stadtrat der Meinung, das wäre alles andere als sinnvoll.
Gerade Moosburg profitiert davon, dass das Jugendzentrum mitten in der Stadt ist.
19. September
Militärputch in Thailand. Aber bei unserer Familie scheint alles in Ordnung zu sein. Ich interviewe schnell meine Frau zu den Vorgängen in Bangkok.
Am Abend Dienstanfängerseminar der Lehrer
20. September
Ein Tag vor Gericht. Das Arbeitsamt zahlt irrtümlich Geld. Der Empfänger rührt sich ein Jahr lang nicht und steht wegen Betruges vor Gericht. Das mag vielleicht richtig sein. Aber wo steht eigentlich der, der im Arbeitsamt geschlampt hat.
21. September
Kreisvorstandssitzung in Neufahrn. Die Unterschiedlichen Haltungen des KV und des OV Moosburg zum Thema Flughafen werden noch mal diskutiert. Es bleibt aber dabei. Der OV Moosburg ist ein eigenständigerOV und wird sich mit einschränkungen pro Flughafen positionieren.
22. September
Endlich Zeit sich wiedermal um ein von der FDP-Moosburg konzipiertes (Internet) Projekt zu kümmern.
23. September
Discotour: Im Geltl ist wieder die Hölle los. Trotz oder wegen Kokain Skandal und häufiger Schlägerein ist die Disco einfach der Publikumsmagnet schlechthin
24. September
Eching: Installation eines neuen Diakons. Bearbeitung von Fotos. Etwas schreiben, etwas surfen im Netz und Schwupps ist der Tag rum.
25. September
Nightlifeseite und ein Termin bei der katholischen Frauengemeinschaft. Man ist stolz darauf mitgewirkt zu haben, dass im amtlichen Sprachgebracuch aus dem Erziehungsurlaub die Erziehungszeit geworden ist. Schön wenn man mit Worten Menschen glücklich machen kann
26. September
Reinhold Messner spricht im Dombergmuseum über das Eremitentum. Er hat noch nie eine Gipfeleuphorie gespürt. "Da oben (gemeint ist der Mount Everest) ist kein Platz zu bleiben. Erstaunlich: Millionen Menschen klettern durch die ALpen. Auf berge teilweise unter 2000 Meter und was empfinden sie? - Ein Gipfelglück. Irgendwie macht der gute Extrembergsteiger wohl etwas falsch.
27. September
Ausstellungseröffnung der Freisinger Hobbykünstler. Eine unglaubliche Breite an Techniken, Motiven und auch Talent. Manches ist echt gut, manches bewegt sich aber auch in der Kategorie "agrressionsauslösend kitschig"
28. September
Umfage für den Bayernteil unter Anwohnern des Flughafens. Klar, sind die meisten gegen den Ausbau. Einige sehen jedoch auch positive Aspekte.
29. September
Wer sagt, dass ich nicht die Eigenschaft der Bilokalität entwickeln kann? Gleichzeitig ist über zwei Jahreshauptversammlungen von Schützengesellschaften zu berichten. Eine in Massenhausen, die andere in Gremertshausen. Das geht aber in der Tat nur mit viel nachtelefonieren.
30. September
Plakate aufstellen für unsereveranstaltung zum Thema: "Niedrigenergiehäuser und Wärmenetze - Widerspruch oder Königsweg?". Als Referent steht Energieberater Dipl. Ing. Oliver Berghamer zur Verfügung.
Ausserdem am Abend: Bericht über den Trägerausflug, sowie zwei Parties.
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