Tagebuch September

Alte Tagebücher

1. September 2005
Plakatieren mit Josef Stimmelmeier
2. September 2005
Gespräch mit Uwe Penner (Bayernparty). Am Abend Partyreportage in Keferloh und Freising 
3. September 2005
Der Kreisjugendring will Jungwähler motivieren. Ein gutes Anliegen, aber bringt es wirklich etwas, erst mal das Wahlsystem durchzubesprechen, inklusive der ürden für kleinere Parteien. Die SZ bekommt wiedereinmal einen Leserbrief von mir.

Leserbrief zu „Jugendkreistag will Erstwähler motivieren


Erst einmal Gratulation an den Jugendkreistag. Es ist ganz wichtig Erstwähler zu motivieren. Und Information mag mit Sicherheit von Nöten sein. Allerdings mag die Frage erlaubt sein, ob es allein mit der Erörterung des Wahlrechtes getan ist. Sicher ist das Entstehen von Überhangmandaten und die Voraussetzungen zur Zulassung eines Erststimmenkandidaten für nicht im Bundestag vertretene Parteien höchst interessant. Für Insider.
Mir scheint eine andere Sache viel wichtiger zu sein. Bei der Wahl zum Bundestag geht es nicht darum, die Zusammensetzung irgendeiner abstrusen weit entfernten Quasselbude zu bestimmen. Bei der Wahl geht es um Dinge, die einen ganz persönlich betreffen.

Wer mitentscheiden will:

-   wie viel Geld der Staat einem vom Lohn abzwickt,
-   wie lange man Geld vom Staat bekommt, wenn man arbeitslos ist,
-   ob es mittelklassige kostenlose Universitäten gibt oder erstklassige für die man bezahlen muss,
-   ob man nach der Schule zum Bund oder Zivildienst muss, oder diese Pflichten gestrichen werden, ob es weiter ausreichend Zivis gibt oder nicht,
-   ob Haschischrauchen vielleicht eines Tages legalisiert wird oder nicht,
-   ob und, und, und ...

der muss sich informieren, was die einzelnen Parteien dazu sagen, und dann entsprechend sein Kreuzchen machen.
Wer darauf verzichtet, lässt zu, dass andere über einen entscheiden. (Und das gilt nicht nur für Erstwähler.)

Stefan Jahnel

 

4. September 2005
Zum Wahlkampfendspurt wollen wir noch mal mit zwei Flugblättern rauskommen:

Deutschland darf keine Bananenrepublik werden

Seit 7 Jahren regiert rot-grün.

Die Arbeitslosigkeit ist auf Rekordniveau.

Beim  Wirtschaftswachstum tragen wir die rote Laterne.

Unternehmer kehren Deutschland den Rücken.

Arbeitsplätze fallen weg.

Die Staatsverschuldung steigt.

Die Renten sind nicht mehr sicher.

Die fähigsten Forscher gehen ins Ausland.

Bei der Bildung stehen wir ganz hinten.

 

 

Ihre Chance das zu ändern:

 

18. September Bundestagswahl

 

Zweitstimme FDP

 

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Sehr geehrte Damen und Herren,

 

 

Als FDP-Ortsvorsitzender wende ich mich mit dem heutigen Schreiben direkt an Sie. Und als aller erstes möchte ich Ihnen empfehlen überhaupt an der Wahl teilzunehmen.

 

Bei der Wahl zum Bundestag geht es nicht darum, die Zusammensetzung irgendeiner abstrusen weit entfernten Quasselbude zu bestimmen. Bei der Wahl geht es um Dinge, die einen ganz persönlich betreffen.

 

Wer mitentscheiden will:

 

-          wie viel Geld der Staat einem vom Lohn abzwickt,

-          wie lange man Geld vom Staat bekommt, wenn man arbeitslos ist,

-          ob es mittelklassige kostenlose Universitäten gibt oder erstklassige für die man bezahlen muss.

-          wie die Altersvorsorge und das Gesundheitswesen in Zukunft geregelt wird.

-          ob und, und, und

 

der muss sich informieren, was die einzelnen Parteien dazu sagen, und dann entsprechend sein Kreuzchen machen.

Wer darauf verzichtet, lässt zu, dass andere über einen entscheiden.

 

Natürlich glauben wir, von der FDP daran, dass wir die besten Konzepte haben. Wir setzen beispielsweise auf eine wirtschaftsfreundliche Politik setzen. Wir müssen die Unternehmer im Land halten und nicht ins Ausland vertreiben. Denn nur wenn die Unternehmen im Land bleiben, dann bleiben auch die Arbeitsplätze hier.

Wir setzen auf einen konsequenten Bürokratieabbau.

Wir setzen auf mehr Bildung, weil Bildung der wichtigste Rohstoff ist, den wir haben.

Wir setzen auf mehr Forschung, weil wir nur mit neuen, innovativen Produkten auf den Weltmärkten bestehen können.

Wir setzen auf mehr Eigenverantwortung, weil wir unsere Bürger für mündige Menschen halten.

Wir setzen auf mehr privates Engagement bei der Altersvorsorge, weil schlicht und einfach, dann beim Eintritt in das Rentenalter mehr rauskommt, als wenn alles über die staatlichen Mühlen umverteilt wird.

 

Wir empfehlen daher mit Erst- und Zweitstimme diesmal FDP zu wählen.

 

5. September 2005
Stadtratssitzung in Moosburg. Thema: Neues Konzept für die Stadthalle. Es gibt eine Stellungnahme der FDP Moosburg:

Betreff: Attraktivere Stadthalle

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Der FDP-Ortsverband Moosburg begrüßt die Bestrebungen sehr, die Stadthalle nicht mehr an einen festen Pächter zu vergeben, sondern die Bewirtschaftung durch unterschiedliche Catering-Firmen zu ermöglichen. Dadurch kann ein breiteres Angebot an Veranstaltungen ermöglicht werden, insbesondere im Bereich der Erlebnisgastronomie.

 

Dies sollte jedoch nur ein Schritt auf dem Weg zu einer professionellen Nutzung der Stadthalle sein. Im Bereich Vermarktung ist es, anders als im Stadtrat vorgeschlagen, mit einem Internetauftritt, ein paar Veranstaltungsfotos und der "Mund zu Mundpropaganda" sicherlich nicht getan. Gerade der Markt für professionelle Veranstaltungen ist hart umkämpft. Die Stadt Moosburg täte gut daran, sich für diesen Bereich einen kompetenten Partner zu suchen. Dabei empfiehlt es sich selbstverständlich Stadthalle und Mehrzweckhalle gemeinsam zu vermarkten.

 

Auch empfiehlt die FDP nach der einjährigen Testphase zu prüfen, ob langfristig eine vollständige Privatisierung den größten Nutzen erbringen könnte.

 

Als völlig unpraktikabel empfindet die FDP die Vorstellung, dass der Veranstalter eine Catering.Firma verpflichtet und diese dann gesondert mit der Stadt abrechnen soll. Natürlich ist es nur recht und billig, wenn die Stadt für die zur Verfügung gesellte Grundausstattung einen Obolus verlangt. Gerade im professionellen Bereich ist es wesentlich sinnvoller, wenn die Stadt mit dem Veranstalter und der Veranstalter wiederum mit der Catering-Firma abrechnet.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

Stefan Jahnel

Ortsvorsitzender Moosburg

 

7. September 2005
Divers Gerichtsverhandlungen und Flugblattverteilen
8. September 2005
Schöffengerichtsprozess: Ein Möchtegerngroßdealer ist um eine Erfahrung reicher. Wer den Drogenhandel vom Arbeitsplatz aus organisietrt, muss damit rechnen, dass der Arbeitgeber die Polizei verständigt.
9. September 2005
Schön zu was sich ein Bundestagskandidat alles äußern muss. Beispielsweise wollte jemand wissen, was unser Kandidat von  der "Strafsteuer" für Wohnmobile hält. Schön wenn man da auf die Arbeit der Bundestagsfraktion zurückgreifen kann.

Die FDP-Bundestagsfraktion hat sich hierzu bereits im April Antrag ( 15/5273 ) Stellung bezogen. Ich kann mich dem nur voll inhaltlich anschließen. Wohnmobile sind mit einem Geländewagen schlichtweg nicht vergleichbar. Während diese quasi täglich zum Einsatz kommen und der überhöhte Verbrauch die Umwelt belastet kommen Wohnmobile nur gelegentlich zum Einsatz. Verbrauch und Emmisonen sind bei Wohn,mobilen dem Verwendungszweck durchaus angemessen. Eine "Strafsteuer" für Wohgnmobile ist daher völlig absurd



FDP: Höhere Kfz-Besteuerung von Wohnmobilen verhindern
Finanzen/Antrag
Berlin: (hib/VOM) Die FDP-Fraktion will, dass Wohnmobile und ähnliche Fahrzeuge über 2,8 Tonnen Gewicht nicht wie Geländewagen, Großraum- Limousinen und Kleinbusse besteuert werden. In einem Antrag ( 15/5273 ) schreibt die Fraktion, dass im Mai eine Änderung der Straßenverkehrszulassungsordnung in Kraft tritt, durch die das bisherige Steuerprivileg für schwere Geländewagen mit einem Gewicht von mehr als 2,8 Tonnen abgeschafft wird. Die Frage, ob sich daraus auch eine Änderung bei der Kfz-Besteuerung von Wohnmobilen ergibt, sei umstritten und sollte gesetzlich klargestellt werden. Bei der politischen Diskussion um Privilegien der Kfz-Steuer sei es immer nur um die schweren Geländerwagen, nicht aber um Wohnmobile gegangen. Daher sieht die Fraktion keine Rechtfertigung dafür, bei Wohnmobilen die Kfz-Steuer "schleichend" zu erhöhen. Bei Wohnmobilen sei eine Besteuerung nach dem Gewicht angemessen, schreiben die Abgeordneten. Sie dienten nicht nur der Personenbeförderung, sondern auch der Beförderung von Gütern und hätten häufig ein Lkw-Fahrgestell


10. September 2005
Infostand in Moosburg. Ab sofort werden in Moosburg Flugblätter verteilt.
11. September 2005
Eröffnung des Hauses der Heimat.  
12. September 2005
Flugblattverteilen am Bahnhof. Zu jedem Bananenflugblatt gibt es eine Banane. Die Aktion kommt ausgesprochen gut an.

Gerichtsverhandlung: Nachbarschaftsstreitigkeiten sind offensichtlich kein deutsches Monopol. Auch Portugiesen können sich nahezu an die Gurgel gehen:

 

Kranzberg (sj) – „Schlampe, Nutte, blöde Kuh“ mit diesen Worten soll Fernando U. (Namen von der Redaktion geändert) seine Nachbarin Carmen P. bedacht haben - und das nahezu täglich und über Monate hinweg. Deshalb musste er sich der 38jährige aus Kranzberg vor dem Freisinger Amtsgericht verantworten. Das Verfahren wurde schließlich gegen Zahlung von 400 Euro eingestellt.

Fernando U. war jedoch anfangs nur bereit die „Blöde Kuh“ einzuräumen und das auch nur unter Vorbehalt: „Wenn Sie zu mir dummer Ochse sagt, dann ist sie eben eine blöde Kuh“. Tatsächlich hat die Nachbarschaftsstreitigkeit jedoch eine viel tieferliegende Vorgeschichte. Carmen P. ist nämlich die  beste Freundin von Chrissy U. der Ehefrau von Fernando U. Chrissy U. lebt weiterhin in Portugal, während ihr Ehegatte Fernando U. in Deutschland arbeitet. Fernando U. arbeitet aber nicht nur in Deutschland, sondern hat in Kranzberg auch eine Lebensgefährtin Isolde Z. Bei einem Heimaturlaub von Fernando U. sowie Carmen P. kam die ganze Angelegenheit ans Tageslicht obwohl eigentlich ein Stillschweigen über die „deutsche Zweitfrau“ vereinbart war. Angeblich hat der Sohn von Chrissy P. sich verplappert. Fernando U. vermutet jedoch, dass Chrissy P. selbst die Geschichte seiner portugiesischen Frau  erzählt hat. Seitdem befehden sich die beiden Familien mittlerweile auch in Portugal und Fernando U. nutzte jede Gelegenheit seine Nachbarin zu beschimpfen. Als dann jemand das Gerücht in die Welt setzte, dass Isolde P. auch noch als Prostituierte arbeite, eskalierte die Situation weiter. Einmal soll Chrissy P. die Freundin des Angeklagten sogar direkt eine Hure geheißen haben. Folge: Mittlerweile sind auch die Familien von Isolde P. und Chrissy P. zerstritten.

Trotzdem hofft Richter Markus Nikol das die Situation allmählich deescaliert und stellte das Verfahren gegen eine Zahlung von 400 Euro ein. Fernando U. hat sich ein neues Zuhause gesucht, und seit dem die beiden Streithähne nicht mehr Tür an Tür wohnen hat sich die Lage ohnehin schon etwas beruhigt.

  

13. September 2005
 Flugblattaktionen und Bananenverteilen.

   

14. September 2005
Flugblattaktionen und Bananenverteilen. Die letzte Woche vor der Wahl ist immer am stressigsten und bisweilen nervig. Die Partei schuldet mir ein neues Paar Schuhe. 
16. September 2005
Flugblattaktionen und Bananenverteilen diesmal auf dem Volksfest mit Yassi und Yonne. 
17. September 2005
Infostand. Wahlkampf macht Spaß, aber ich bin froh das es vorbei ist.
18. September 2005
Der Wahlkampferfolg schlecht hin. Schon um 17.45 Uhr ging das Gerücht um, dass die FDP 10 Prozent geholt habe. Ich konnte es nicht glauben. Dann die erste Prognose. Aber keiner auf der ganzen Wahlparty traute den Meldungen. Erst als die ersten Hochrechnungen kamen, war klar, dass wir wirklich so gut abgeschnitten haben. Und im Wahlkreis sah es genauso gut aus. Auch der ersten SMS, dass Ingo 10 Prozent in einem Wahllokal habe, hielten wir erst für ein Einzelergebnis eben. Tatsächlich bestätigte sich dieses Ergebnis jedoch.  

Ein lustiges Bild als Ingo dem "Wahlgewinner" Franz Obermeier (CSU) gratuliert. Irgendwie wirkt dessen Lächeln etwas gequält, nach dem Motto: Gib mir die geklauten vier Prozent zurück.   

  

19. September 2005
Wir haben Ich kann mich noch immer über das Wahlergebnis freuen. Ich habe auch nicht das Gefühl, dies sei nur durch Leihstimmen erklärbar. Gerade die Zugewinne in Bayern sprechen eine andere Sprache. Hier ist die CSU wohl auch ein bisschen für die Arroganz der Macht mit der in letzter Zeiut gerade in Bayern regiert wurde, abgestraft worden.

  

20. September 2005
Fahrt zu meiner Mutter nach Bühl. Auf dem Hinweg Zwischenstopp in Stuttgart Fon besucht eine Freundin. Wir bekommen Weintrauben geschenkt, und zwar richtige Weintrauben - keine Tafeltrauben. Richtige Wintrauben schmecken einfach wesentlich besser.

  

21. September 2005
Wir fahren  weiter nach Leverkusen, meine Großmutter besuchen. Sie sieht zum ersten Mal ihre Urenkelin Aurelia und ist natürlich begeistert. Wenn ich über 90 werde, dann möchte ich so fit bleiben wie Ilse. Am Abend waren wir ganz gemütlich in einer Kneipe auf ein Bier.   
22. September 2005
Rückreise nach Hause. Am Abend ist Kreisvorstandssitzung in Neufahrn. Ein Stau vor Nürnberg verhindert jedoch meine Teilnahme 
23. September 2005
Party in der Volksfesthalle in Ebersberg. Eine der wenigen gelungenen Veranstaltungen in dem Landkreis. Anschließend Cua-Party in Freising.
24. September 2005
Oktoberfestparty in Taufkirchen mit lustigem Kuhmelken. Wers mag.  
26. September 2005
Stadtratssitzung Moosburg. Verkehrsübungsplatz im Gewerbegebiet Degernpoint. Ich wäre ja dafür, wenn der Preis stimmt. Ein Verkehrsübungsplatz hätte ein Einzugsgebiet bis nüber München und Landshut hinaus. Davon kann Moosburg nur profitieren.  

 

27. September 2005
Gerichtstermine: Ein Pärchen verkauft aus dem Auto heraus Fotokameras. 800 Euro steht auf der Verpackung. Verlangt werden 100 oder 50 Euro. Wert ist das Plastikteil aber nicht mal 5 Euro. Auf dem ersten Blick sieht es wie eine Spiegelreflexkamera aus. Allerdings wer genauer hinschaut müsste eigentlich erkennen was es fü ein Schrott ist. Klar ist es irgendwie betrug. Aber auch die Käufer tun mir nicht sonderlich leid. Dummheit gehört eben bestraft.

 

28. September 2005
Die letzten Plakate werden abgeräumt. Endlich geschafft. 

 

30. September 2005
Partyberichterstattung. Konzert im Lindenkeller und Gäste-GoGo-Kontest im Sunrise. 

 

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